Existenzgründung
Wer eine gute Idee hat, nicht mehr täglich acht Stunden seines Leben oder sogar noch mehr als Arbeiter oder Angestellter einer noch so guten Firma verbringen möchte oder wer einfach auf der Suche nach einem guten zweiten beruflichen Standbein ist, der sollte darüber nachdenken, sich als Unternehmer eine Existenz zu gründen. Natürlich gibt es vor und während dieses wichtigen Schrittes eine Reihe von Fragen zu klären und vieles zu beachten, damit man nicht später Enttäuschungen oder böse Überraschungen erlebt. Wichtig bei der Firmengründung ist die Wahl der richtigen, also der zu einem passenden Rechtsform. Firma ist nämlich noch lange nicht gleich Firma. Viele Faktoren bestimmen die Eignung einer der vielen Rechtsformen für neue Unternehmen. Wie viel Kapital bringt der Unternehmer mit? Welches Risiko ist er bereit zu tragen? Bei der Gründung einer Einzelfirma zum Beispiel haftet der Unternehmer uneingeschränkt und persönlich für alle Schulden, die das Geschäft macht oder machen wird. Die GmbH führt die Beschränkung dieser Haftung bereits in ihrem abgekürzten Namen: Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Wer eine GmbH gründen möchte, legt ein so genanntes Stammkapital ein und haftet dann nur in der Höhe dieses Kapitals. Ist jedoch nicht ausreichend Kapital vorhanden, kann man keine GmbH gründen, denn was diesen Punkt angeht, gibt es feste Regeln und festgelegte Summen, die erbracht werden müssen. In einer AG oder Aktiengesellschaft gibt es kein Stammkapital, nur das Aktienkapital der Anleger. Also tragen auch die Anleger das Risiko des Unternehmers mit. Es kann im Falle nicht liberierten Kapitals zu einer Zahlungsverpflichtung der Aktionäre kommen, weswegen auch lieber Aktien von großen, bereits gut am Markt etablierten Firmen gekauft werden, deren Bewegungen an der Börse man besser vorhersehen und sich darauf einstellen kann.
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